Bayerisches Staatsorchester – Perlen der Barockmusik
Datum: Fr., 16.10.2026, 19:00
Ort: Bergson Kunstkraftwerk
Veranstalter: Balloon Events Network
Kategorien: music, culture
Mitglieder des Bayerischen Staatsorchesters spielen Triosonaten von Bach, Händel, Vivaldi u.a. Was heute das Streichquartett ist, war im Barock die Triosonate: die Königsdisziplin der Kammermusik. Komponisten in ganz Europa wetteiferten darum, aus nur wenigen Instrumenten größtmögliche Klangfülle, Eleganz und Virtuosität hervorzubringen. Dieses Konzert nimmt uns mit auf eine musikalische Reise durch das Europa des 18. Jahrhunderts von Venedig über Paris bis nach London und Berlin. Antonio Lotti Echo-Quartett für 2 Oboen, Violoncello und Bass Georg Friedrich Händel Triosonate F-Dur op. 5 Nr. 6 HWV 401 Wilhelm Friedemann Bach Pastorale a-Moll für Oboe, Fagott und Basso continuo François Couperin Auszüge aus Les Nations. Sonades, et Suites de Simphonies, Second Ordre: „L’Espagnol“ Georg Friedrich Händel Triosonate B-Dur op. 2 Nr. 3 HWV 388 Carl Philipp Emanuel Bach Trio F-Dur Wq 163 für 2 Englischhörner und Basso continuo Antonio Vivaldi Concerto g-Moll RV 107 Den Anfang macht Antonio Lotti, ein heute kaum noch bekannter Komponist, der zu Lebzeiten zu den angesehensten Musiker:innen Europas gehörte. Selbst Johann Sebastian Bach studierte seine Werke. Sein Echo-Quartett spielt mit einem barocken Lieblingseffekt: Die Oboen scheinen sich über den Raum hinweg gegenseitig zu antworten, als würden ihre Stimmen aus der Ferne widerhallen. Auch Georg Friedrich Händel war ein musikalischer Kosmopolit. Geboren in Halle, ausgebildet in Italien und später zum erfolgreichsten Komponisten Londons geworden, verband er italienische Leidenschaft, französische Eleganz und deutsche Kontrapunktik zu einem unverwechselbaren Stil. Seine Triosonaten gehören zu den Meisterwerken dieser Gattung. Mit Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel Bach begegnen wir zwei Söhnen Johann Sebastian Bachs. Zeitgenossen hielten Wilhelm Friedemann sogar für den begabtesten der Bach-Söhne. Carl Philipp Emanuel wiederum wurde zum musikalischen Vorbild für Haydn, Mozart und Beethoven. Sein Trio für zwei Englischhörner lässt ein Instrument erklingen, das weder aus England stammt noch ein Horn ist, sondern eine besonders warme und melancholische Variante der Oboe. François Couperin schließlich träumte von einem musikalischen Europa ohne Grenzen. In seinem Zyklus Les Nations vereinte er den französischen Geschmack mit italienischer Virtuosität und war damit seiner Zeit weit voraus. Antonio Vivaldi, der berühmte „rote Priester“ aus Venedig, beschließt das Programm mit einem Concerto voller rhythmischer Energie und klanglicher Brillanz. Gespielt wird dieses außergewöhnliche Programm von Mitgliedern des Bayerischen Staatsorchesters – Musiker:innen eines der ältesten und renommiertesten Orchester der Welt. Gemeinsam lassen sie die faszinierende Klangwelt des Barock mit historischer Neugier, Virtuosität und Spielfreude lebendig werden.
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