communale oö 2026 – Symposium: „Ohne Frauen kein Aufstand. Über die Zukunft der vergessenen Revoluzzerinnen.“
Datum: Sa., 03.10.2026, 10:00
Ort: Gmunden
Veranstalter: Balloon Events
Kategorien: other
Große Ereignisse brauchen manchmal einen neuen Moment. Da uns dieses interdisziplinäre Symposium ein Herzensanliegen ist, geben wir Qualität vor Eile den Vortritt und verschieben die Veranstaltung im Seeschloss Ort krankheitsbedingt von Ende Mai auf Anfang Oktober 2026 Teilnahme: kostenlos, Anmeldung unter kulturabteilung@gmunden.ooe.gv.at. Ausgehend vom 17. Jahrhundert werden Widerstandsformen von Frauen aus verschiedenen Epochen und Perspektiven identifiziert und diskutiert. Ziel ist es, Ansätze zu identifizieren, um weibliche Zivilcourage nachhaltig an künftige Generationen weiterzugeben. Die diesjährige Ausgabe des Kunst- und Kulturfestivals communale oö widmet sich 2026 einem zentralen Kapitel der Landesgeschichte: dem Oberösterreichischen Bauernkrieg von 1626. Auf vielfältigste Weise wird das Thema quer durch die Region aufgearbeitet werden – von den Wurzeln der Vergangenheit ausgehend, sich weit in die Gegenwart und Zukunft verzweigen. Mut, Freiheit und Widerstand stehen dabei als die großen Schlagworte der Zeit auch nach 400 Jahren im Fokus. Belegt und geprägt durch Einzelschicksale von Männern, erzählt in Heldenmythen, bleiben diese Narrative oft bis heute unhinterfragt. Auch die communale will unter dem Stichwort „,Gedenken ́ Raum für Erinnerungen, das Bewahren von Geschichte und Brauchtum sowie Reflexion“ geben. Was allerdings bewahren, wenn man im kollektiven Gedächtnis Europas kaum vorkommt? Wenn Frauen damals wie heute von Mitbestimmung ausgeschlossen werden und ihr Einsatz für soziale Gerechtigkeit unsichtbar bleibt? Widerstand war und ist weiblich. Ohne HERstory gibt es keine vollständige HIStory. Von den Bauernkriegen über die Französische Revolution bis zur „Woman, Life, Freedom-Bewegung“ – Frauen waren und sind in historischen Umbrüchen unverzichtbare Akteurinnen: als Anführerinnen, Organisatorinnen, Komplizinnen, Rebellinnen. Sie riskierten und riskieren ihr Leben im Kampf um politische Mitsprache und religiöse Selbstbestimmung. Dennoch ist ihr Beitrag kaum im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert. Das interdisziplinäre Symposium „Ohne Frauen kein Aufstand. Über die Zukunft der vergessenen Revoluzzerinnen“ holt sie aus dem Schatten und rückt weiblichen Protest und Aktivismus ins Rampenlicht. Denn: „Wer die Macht über die Geschichte hat, hat auch Macht über Gegenwart und Zukunft. “ (George Orwell) Ausgehend vom 17. Jahrhundert diskutiert das Symposium Widerstandsformen von Frauen aus verschiedenen Epochen. Das Ziel: Wege finden, um weibliche Zivilcourage nachhaltig an künftige Generationen weiterzugeben. Welche Methoden bringen dabei welche Herausforderungen mit sich? Unterscheiden sich urbane von ländlichen Unruhen? Sind heutige Proteste tatsächlich vielfältiger als damals? Lassen sich universelle Mechanismen des Widerstands finden? Gibt es generationenübergreifende Erfolge, die gemeinsam zelebriert werden können? Was stärkt Frauen generell darin, für ihre Anliegen einzustehen? Schlicht: „Was hat der Bauernkrieg von 1626 mit unserer heutigen Realität zu tun?“ Expertinnen u. a. aus Geschichte, Philosophie, Theologie, Medien- und Politikwissenschaft, Aktivismus, Kunst und Wirtschaft öffnen gemeinsam mit dem Publikum Räume für Austausch und Vernetzung. Damit vergangene wie aktuelle Widerstandskämpferinnen künftig das gesellschaftliche Echo finden, das ihnen gebührt. Rahmenprogramm: Am Samstagabend lädt das Symposium ab 19.00 Uhr in die Hipphalle zur Vernissage der Ausstellung „Not Fit for Marketing – Bäuerinnen jenseits der Idylle“ des Kunstvereins Artiné und am Sonntagnachmittag, 15.00 Uhr zum thematischen Instawalk durch die Gmundner Innenstadt ein.
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