Salome
Datum: Fr., 01.05.2026, 19:00 • Mo., 04.05.2026, 19:30 • Mi., 06.05.2026, 19:30 • So., 10.05.2026, 19:00 • Fr., 19.03.2027, 00:00
Ort: Staatsoper Wien
Veranstalter: Balloon Events
Kategorien: culture, music
Salome wächst in einer erschreckenden, grauenhaften und zutiefst verletzenden Umgebung auf. Eine Flucht aus dieser Welt scheint ihr der asketische Prophet Jochanaan, der Umkehr predigt. Er weist ihre Sehnsucht jedoch ab. Voll unreifem Zorn fordert sie seinen Kopf. Als Salome den blutigen Mund des Propheten küsst, befiehlt ihr Stiefvater Herodes, sie zu töten. »Ich weiß vor Beginn der eigentlichen Probenarbeit nicht, was ich erzählen werde. Denn das ist abhängig von den Darstellern. Sie geben mir die Energie, aus der meine Aufführung entsteht. Ich bin nur der Kartograf, die Sänger sind es, die sich in das Dickicht des Waldes hineinbegeben und es durchdringen. Man muss dabei auch den Zufall zulassen. Der Zufall ist ein großer Dramaturg. Jetzt, drei Wochen nach Probenbeginn, beginne ich – vielleicht – zu verstehen. Das Theater ist kein Bild, sondern etwas Lebendiges. Nur indem man es erlebt, kann man es verstehen.« (Cyril Teste) Wir empfehlen den Besuch dieser Produktion ab 14 Jahren. »Ein wesentlicher Aspekt dieses Werks, den man buchstäblich auf den ersten Blick wahrnimmt, ist der große, weit ausdifferenzierte Orchesterapparat. Dieser ermöglicht eine unglaubliche Palette an Schattierungen und die gesamte Breite an Klangtechniken. Strauss entwirft dank dieses Orchesters einen großen atmosphärischen Zauber, man vergegenwärtige sich die schwüle Abendstimmung, die »orientalische« Färbung, die Klangbilder. Er setzt dafür etwa die Celesta oder Harfen ein, aber auch viele Solo-Streicher, eine reiche Auswahl an unterschiedlichen Blasinstrumenten, vor allem Klarinetten – ein ganzes Bataillon –, auch geteilte Streicher, die zum Teil jeweils unterschiedliche Techniken anwenden. Nicht zuletzt gibt es ein unglaubliches Schlagwerk, unter anderem das Glockenspiel und das sehr wichtige Xylophon. Und Strauss versucht neuartige Klangfarben aus diesen Instrumenten herauszulocken, solche, die es vorher nicht gab.« (Philippe Jordan) Der für Wien so wichtige Operndirektor Gustav Mahler war von Salome zutiefst begeistert (»Es ist ein ganz geniales, sehr starkes Werk, das entschieden zu dem Bedeutsamsten gehört, was unsere Zeit hervorgebracht! Es arbeitet und lebt da unter einer Menge Schutt ein Vulcan, ein unterirdisches Feuer – nicht ein bloßes Feuerwerk!«) und wollte das Werk an der Wiener Hofoper herausbringen. Doch die Zensur machte ihm einen Strich durch die Rechnung und verbot die Oper wegen »moralischer« Bedenken. Erst 1918 feierte Salome ihre Erstaufführung im Haus am Ring. Lassen Sie sich in die Welt der griechischen Antike entführen in der Wiener Staatsoper. (Quelle: wiener-staatsoper.at)
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