SONDERAUSSTELLUNG: Lehr-, Gesellen- und Meisterbriefe aus Weizer Handwerksbetrieben
Datum: Do., 02.04.2026, 14:00 • Sa., 04.04.2026, 14:00 • Mi., 08.04.2026, 09:00 • Do., 09.04.2026, 14:00 • Mi., 15.04.2026, 09:00
Ort: Stadtmuseum Weiz
Veranstalter: Balloon Events Network
Kategorien: culture, knowledge
Die neue Ausstellung „Lehr-, Gesellen- und Meisterbriefe von Weizer Handwerksbetrieben“ öffnet ein Fenster in die Vergangenheit des Weizer Handwerks und präsentiert eindrucksvolle Lehr-, Gesellen- und Meisterbriefe, die Geschichten von Können und Tradition erzählen. Als der Ort Weiz (Wides) im 12. Jahrhundert gegründet worden ist, waren bereits Handwerker mit dabei, eine kleine Siedlung am lebensspendenden Weizbach aufzubauen. Allen voran der Müller, der die Aufgabe hatte, das Getreide der Bauern zu Mehl zu verarbeiten und so zur Ernährung der Bevölkerung beizutragen. Es war zu Beginn des Handwerks gar nicht so wichtig, eine „Meisterschaft“ in seinem Beruf zu erlangen. Das Geschick und das Können waren ausschlaggebend, das Meistermahl oder die Meisterjause zu geben war Aufnahmeprüfung genug. Doch entwickelte sich bald ein „Handwerkerverband“, eine sogenannte Zunft, in der darauf Bedacht gelegt wurde, für den einheimischen Handwerker Sonderrechte zu erlangen und einen Nachweis für sein Können zu bekommen. Auch Streitigkeiten wurden so innerhalb der Zunft beigelegt. Bald schon waren diese Sonderrechte in prachtvoll gestalteten Zeugnissen, den Lehr-, Gesellen- und Meisterbriefen zu Papier oder Pergament gebracht worden. Mehr als 60 Gewerbe und Handwerke Bereits im 15. Jahrhundert waren drei Bäcker, neun Fleischer, drei Lederer, ein Schuster, ein Schneider, ein Leinenweber, vier Kürschner, ein Kaufmann, ein Hafner, ein Bader und ein Badknecht genannt. Die Schmiede und Müller am Weizbach kommen noch dazu. Insgesamt konnten zwischen 1403 und 1870 mehr als 60 Gewerbe und Handwerke in Weiz ausgeführt werden. Einige dieser Berufe werden in der neuen Ausstellung im Stadtmuseum Weiz gewürdigt. So können dort Lehr-, Gesellen- und Meisterbriefe von Hafnern, Blaufärbern, Zuckerbäckern, Schneidern, Drehern oder auch Kaufleuten gesehen werden, die Berufe Wachszieher, Lebzelter, Fassbinder, Schuster und Schmied werden zusätzlich in einer Videopräsentation gewürdigt. Und originale Gegenstände von Handwerkern aus der Sammlung des Museumsvereines Weiz werden ausgestellt. Handwerk hat goldenen Boden Weiz als Industriestadt bietet auch heute noch dem Handwerk einen „goldenen“ Boden. Moderne Lehrberufe, etwa Mechatroniker*in, Metalltechniker*in, Lackiertechniker*in, Elektrotechniker*in, Betriebslogistiker*in, Bautechniker*in, Fliesenleger*in oder Betonbauer*in werden von Weizer Betrieben angeboten und noch viele mehr. Und alle erhalten nach abgeschlossener Lehre oder Meisterprüfung eine heute modernere Variante als Abschlusszeugnis als anno damals. Öffnungszeiten: MI 9 - 12 Uhr u. DO 14 - 17 Uhr sowie jeden ersten Samstag im Monat 14 - 17 Uhr Museumsführungen sind auch nach telefonischer Voranmeldung bzw. Anmeldung über E-Mail auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Info: Harald Polt, 0664 60931 255, harald.polt@weiz.at
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