Preisverleihung | Ausstellungseröffnung Samstag, 30. Mai 2026, 16 Uhr, Schloss Wolkersdorf, Großer Saal, 1. Stock Ausstellungseröffnung und Rundgang durch die Galerieräume im Anschluss an die Preisverleihung Nikolaus Korab (Preisträger) Werner Feiersinger / Katharina Gruzei / Trude Lukacsek (Finalist:innen) Dauer 31. Mai – 28. Juni 2026 Öffnungszeiten Sa, So, Feiertag 14 – 18 Uhr, Eintritt frei Der 2. Elfriede-Mejchar-Preis für Fotografie 2026 wird dem in Wien und in Niederösterreich arbeitenden und lebenden Fotokünstler Nikolaus Korab zuerkannt. Jurybegründung Die Jurymitglieder – Nela Eggenberger, Kulturmanagerin und Gründungsherausgeberin von P.IN.E.A Periodical, Alexandra Schantl, Leiterin der Sammlung Kunst nach 1960 in den Landessammlungen Niederösterreich, Fritz Simak, Vertreter der Erbengemeinschaft, Kunsthistoriker und Fotograf, Peter Zawrel, Autor und Kunsthistoriker – haben dem Fotografen Nikolaus Korab mit folgender Begründung den Elfriede-Mejchar-Preis für Fotografie 2026 zuerkannt: „Der zweite Elfriede-Mejchar-Preis geht an einen Künstler, der uns – die wir bereits in einem weit fortgeschrittenen digitalen Zeitalter leben – durch die konsequente Handhabung der analogen Großbildkamera daran erinnert, was ‚Photographie‘ in ihrem ursprünglichen Sinn ist, nämlich zeichnen (griechisch gráphein) mit Licht (griechisch phōs). Trotz aller späterer Verzweigungen im Œuvre der Namensgeberin des zu vergebenden Preises lag dieses Verständnis über viele Jahrzehnte ihrem Schaffen prägend zugrunde. Nikolaus Korab macht das Licht zum eigentlichen Thema des fotografischen Bildes, ohne die Abbildfunktion der Fotografie aufzugeben. In seinen Porträts von Menschen, Architekturen und Räumen gewinnen Licht und Schatten von der tiefsten Dunkelheit bis zur schärfsten Helligkeit eine geradezu haptische Qualität. Immer führt das Gezeigte über den Bildrand hinaus in einen Raum der Imagination. Korab wurde an der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt zum Fotografen ausgebildet, studierte aber auch an der Wiener Filmakademie das Fach Kamera, wo es darum geht, einen konkreten dreidimensionalen Raum in einen optischen zweidimensionalen umzuwandeln, in dem sich die Handlung entfaltet. Mit der äußersten Reduktion und Konzentration der Bildelemente erzeugt Korab eine zeitlose Wirkung seiner Fotografien, die man als klassisch bezeichnen könnte. Aber nicht im Sinne von ‚alt‘, im Mustergültigen erstarrt, sondern im Sinne einer Unabhängigkeit von Zeit und Raum, Bedeutung und Wissen. Was wir sehen, bedarf keiner Erklärung; es ist uns unmittelbar zugänglich."